Die Energiewende ist beschlossen und die Strategie des Bundesrates behält trotz allen Vorbehalten die Grundrichtung: Energieverbrauch senken, Erneuerbare ausbauen, Energie-Effizienz und CO2-Reduktion. Dazu kommt die Verantwortung für die Erhaltung einer Landschaft, einer Natur, eines Lebensraumes für die kommenden Generationen, der dem unseren heute in der Lebensqualität nicht nachsteht. Alles andere wäre unverantwortlich.

Die Energiestrategie der Schweiz muss sich in den drei Eckpunkten Energieumbau - Klimaziele - Naturschutz verorten.

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Energiepolitik – Klimaziele – Naturschutz

Die laufende Profilierungskür der Firmen, die im Energieumbau ihre ökonomischen Chancen und den Innovationsgewinn erhoffen, verdecken den Blick auf die ganzen Visionen der 2000Watt-Gesellschaft und der unglaublich ernüchternden Bilanzen des Energieverbrauchs von Bevölkerung und Wirtschaft im den letzten Jahren. Die euphorische Denkweise lässt leicht vergessen, dass die Planziele der geplanten Reduktion des Energieverbrauchs utopisch sind und auf einem Gesinnungswandel beruhen, für den es sehr wenig Indizien gibt. Es ist der Verzicht, die Beschränkung von Strom- und Energieverbrauch, die Umkehr von der Verschwendung und der totalen Fortschrittsgläubigkeit, das Eingeständnis der begrenzten und schwindenden Ressourcen unseres Planeten, die wir auf Kosten unserer Kinder und Kindeskinder schamlos ausbeuten.

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Effizienz und Suffizienz

Unter dem Druck der Urbanisierung, des Bevölkerungswachstums und der Intensivierung der Landwirtschaft schreitet weltweit der Verlust an Arten und natürlichen Lebensräumen in alarmierendem Tempo voran. Den meisten Ländern – auch der Schweiz – ist es nicht gelungen, den Biodiversitäts-Verlust signifikant zu verringern.
Die Vielzahl von Belastungen, denen die Biodiversität in der Schweiz ausgesetzt ist zeigt die Problematik auf: Landschaftszersiedelung, Urbanisierung, Ausbau der Verkehrsinfrastrukturen, Eintrag von Chemikalien und Stickstoff, Störungen durch Freizeit und Tourismus.. Wissenschafter rufen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zum Handeln auf. Eine nationale Biodiversitätsstrategie und ein Aktionsplan mit griffigen Massnahmen mitsamt ihrer Finanzierung ist unabdingbar. Er ist die Chance, dass die weiteren «Schäden» am Naturkapital vermieden und unsere Lebensgrundlagen langfristig gesichert werden.

Biodiversität nimmt weiter ab

Landschaftsschutz wird immer wichtiger angesichts des rasanten Bevölkerungswachstums in der Schweiz. Die ungebremste Siedlungstätigkeit und der daraus folgende fortschreitende Verlust an Kulturland (pro Stunde wird 1m2 verbaut) rufen nach griffigen Massnahmen im Bereich Raumplanung. Die Raumplanungsgesetzgebung darf deshalb nicht verzögert oder kompromittiert werden. Herausforderung der Zukunft ist neben dem Bevölkerungswachstum, dem überproportional wachsenden Wohnflächenanspruch pro Person nun auch die geschickte und vernünftige Platzierung von Energieparks und naturverträgliche Fliesswassersteuerung, sodass die Eingriffe in den «Raum für Mensch und Natur» ökologisch nachhaltig bleiben.

«Raum für Mensch und Natur»

 

 

Christliche Werte. Menschliche Politik. EVP